Am 27. November war Wahl- und Abstimmungstag.

Es ging nicht alles in unserem Sinn aus. Allerdings dürfen wir festhalten, dass in der Stadt Rheinfelden bei allen Entscheiden eine Mehrheit nach unseren Parolen gestimmt hat!

Nicht vergessen sollte man allerdings die Aktionen der sich gerne als "überparteilich" gebenden Aargauer Zeitung. Exakt am Montag vor der Wahl wurde auf über einer halben Seite Yvonne Feri auf gekonnte Art als offenbar unfähig dargestellt. Dass sich die Vorwürfe bei ordentlicher Recherche als unhaltbar erwiesen hätten, lässt den Verdacht auf Wählerbeeinflussung à l'américaine aufkommen.

Und am Dienstag nach der Abstimmung wurde die Notkühlung der Atomkraftwerke kritisch dargestellt, eine Information, die vermutlich absichtlich zurückgehalten wurde.

Verschiedene Leserbriefe von unserer Seite wurden nicht abgedruckt.


Zum Parteitag in Thun (3./4. Dezember)

Eigentlich könnten wir uns freuen. Dank der Klassenkampfpolemik war unsere Partei in aller Munde. Der Klassenkampf sei aus der Mottenkiste hervorgeholt worden.

Aber: Der Klassenkampf ist aktuell wie eh und je. Oder wie soll man sonst das bezeichnen, was jetzt wieder abläuft? Nur einige Beispiele:

- Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich dauernd weiter.

- Steuern werden gesenkt, also gibt es Sparübungen:

- Die Sozialhilfe soll reduziert werden.

- Bei der Verbilligung der Krankenkassenprämien wird weiter gekürzt.

- Die AHV wird nicht erhöht, obwohl die Pensionskassenrenten immer kleiner werden.

- Bei der Krankenkasse soll die Franchise erhöht werden: das nützt nur den Krankenkassen, es wird auf dem Buckel der Bedürftigsten gespart..

- Es gibt vermehrt Berufstätige, deren Lohn zum Leben nicht ausreicht ("working poors").

Am "Politcafé" haben wir am Samstag fesrgestellt, dass man für "Klassenkampf" eine andere Bezeichnung finden sollte. Auch "Solidarität" erscheint abgenutzt. Wer hat Ideen dazu?